Häufige Fragen

Die beiden Formate haben deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die Unterschiede liegen eher im Organisatorischen und betreffen vor allem die Verwaltung in den Einsatzstellen und bei den Paritätischen Freiwilligendiensten als Träger. Für dich als zukünftige*n Freiwillige*n gibt es kaum merkbare Unterschiede, denn in beiden Formaten engagiert man sich in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung, man wird durch eine Anleitung in der Einsatzstelle und durch das Team der Paritätischen Freiwilligendienste begleitet und man absolviert Bildungsseminare.
Der einzige Unterschied, den du als Freiwillige*r wirklich bemerkst, liegt in der Struktur der Bildungsseminare: Von fünf Seminarwochen verbringen Freiwillige im FSJ und BFD vier Wochen gemeinsam. Diese Seminarwochen werden von den Paritätischen Freiwilligendiensten organisiert. Die fünfte Seminarwoche wird für Freiwillige im BFD durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben durchgeführt und hier gibt es die Möglichkeit, sich mit Themen der politischen Bildung zu beschäftigen. Für Freiwilllige im FSJ wird die fünfte Seminarwoche durch die Paritätischen Freiwilligendienste organisiert und auch hier gibt es Schwerpunkte aus politischen, sozialen und gesellschaftlichen Themen.

Sowohl im FSJ als auch im BFD bekommst du ein Taschengeld, einen Unterkunftszuschuss und einen Verpflegungszuschuss. Bei unseren Einsatztsellen kommst du so in Summe auf mindestens 451 Euro pro Monat – in manchen Einsatzstellen kann es auch mal etwas mehr sein, vor allem dann, wenn du bereits nicht mehr bei deinen Eltern wohnst. Zusätzlich bist du sozialversichert und die Einsatzstelle zahlt deine Versicherungsbeiträge. Außerdem hast du weiterhin Anspruch auf Kindergeld, ggf. Wohngeld und anteilig ALG II.

Ja, aber nur wenn du volljährig bist. Du musst dir die Nebentätigkeit von deiner Einsatzstelle genehmigen lassen. Du darfst insgesamt höchsten 48 Stunden in der Woche arbeiten und höchstens 450 Euro zusätzlich verdienen. Die Arbeit des Minijobs darf deine Arbeit im Freiwilligendienst nicht negativ beeinflussen.

Eine Vereinbarung für ein FSJ oder BFD wird für mindestens 6 Monate ausgestellt. Die meisten Freiwilligen entscheiden sich für einen Dienst von 12 Monaten. Sollten sich während des Dienstes deine Pläne ändern, weil du z.B. doch früher als erwartet einen Ausbildungsplatz bekommst, gibt es natürlich die Möglichkeit, den Dienst zu verkürzen oder (mit Einverständnis der Einsatzstelle) auch auf maximal 18 Monate zu verlängern.

Du kannst bei uns jedes Jahr im Sommer oder Herbst deinen Freiwilligendienst beginnen. Oft ist außerdem auch ein Einstieg zu Jahresbeginn möglich. Dein Dienstbeginn hängt natürlich vor allem davon ab, zu wann die Einsatzstelle, bei der du dich bewirbst, einen Beginn ermöglichen kann.

Ein FSJ oder BFD unterscheidet sich zum Beispiel von einem einfachen Praktikum dadurch, dass du aktiv begleitet wirst. So kannst du intensiver aus den neuen Erfahrungen und Herausforderungen lernen. Teil dieser aktiven Begleitung sind die Seminare, die vom Team der Paritätischen Freiwilligendienste organisiert werden. Während dieser Seminare lernst du andere Freiwillige kennen und tauscht dich mit ihnen über deine neuen Erfahrungen aus. Dabei entstehen übrigens oft Freundschaften, die noch lange über den Freiwilligendienst hinaus halten. Gemeinsam beschäftigt ihr euch während der Seminare mit Themen aus Politik, Gesellschaft, Umwelt, Kultur und Persönlichkeitsbildung, ihr macht Ausflüge und Selbsterfahrungen und erweitert so euren Horizont.

Bei einem Dienst von 12 Monaten nimmst du an 25 Bildungstagen teil, die sich auf fünf 5-tägige Seminarwochen verteilen. Bei den meisten dieser Seminare fährst du mit ca. 30 anderen Freiwilligen und deiner Seminarleitung in eines unserer vielen, schönen Tagungshäuser in Schleswig-Holstein. Die Übernachtung gehört während der Woche dazu und ist für dich kostenlos. Für die Anreise unterstützen wir euch bei der Bildung von Fahrtgemeinschaften, die Fahrtkosten zu den Seminaren werden zudem von den Einsatzstellen getragen. Die Teilnahme an den Seminaren ist verpflichtend, um dem Bildungscharakter des Freiwilligendienstes gerecht werden zu können.

Im BFD 27plus ist ein Bildungstag pro Dienstmonat zu absolvieren. Hier sind die Bildungstage in der Regel eintägig organisiert. Wer möchte, kann auch an einem 3-tägigen Seminar teilnehmen.

Ja, das FSJ und der BFD steht auch Menschen aus dem Ausland offen. Wichtig ist, dass du genug Deutsch sprichst, um dich mit den Menschen in der Einsatzstelle gut verständigen zu können und für die Einrichtung eine Unterstützung zu sein. Außerdem muss ein Aufenthaltstitel vorliegen, der einen Freiwilligendienst oder eine Erwerbstätigkeit erlaubt. Der Aufenthaltstitel kann nach erfolgreicher Bewerbung bei einer Einsatzstelle in einer deutschen Botschaft oder einer Ausländerbehörde beantragt werden.

Auch mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen bist du im FSJ und BFD willkommen! Gerne kannst du dich auf ganz normalen Wege bei unseren Einsatzstellen bewerben. Du kannst auch uns kontaktieren, damit wir dich bei der Suche nach einer passenden Einsatzstelle unterstützen.

Dann melde dich gerne beim Team Freiwilligendienste unter: 0431 5602-42
Wir sind normalerweise Montag bis Donnerstag von 9:00-16:00 Uhr und Freitags von 9:00-12:00 Uhr erreichbar.

Du kannst deine Frage auch über unser Kontaktformular an uns senden:

 

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