FSJ & BFD berichte

Ich heiße Phillip und habe 2016/17 meinen Freiwilligendienst geleistet.

Nach meinem mittleren Bildungsabschluss 2016 war ich mir unsicher, ob eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich wirklich das richtige ist. Um Zeit zum Nachdenken zu haben begann ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Tagesförderstätte der Preetzer Lebenshilfe. Schnell machte mir die Arbeit mit Menschen mit Behinderung viel Spaß und aus der zeitlichen Überbrückung wurde mehr. Der gesamte Freiwilligendienst gefiel mir so gut, dass ich meinen Dienst auf 18 Monate verlängert habe. In der Zeit entdeckte ich, dass die Arbeit mit Menschen meine Profession ist und ich Heilerzieherpfleger werden möchte.

Da das Abitur eine Voraussetzung ist, hatte ich die Wahl zwischen erneuten Schulbesuch oder ich weiße insgesamt 3 Jahren Berufserfahrung vor. Ich entschied mich in der Tagesförderstätte noch ein Praktikum zu absolvieren und anschließend als Honorarkraft in 2 Kieler Wohngruppen zu arbeiten. Nun hatte ich die 3 Jahre Berufserfahrung und konnte meine Ausbildung zum Heilerzieherpfleger beginnen.

Ohne das FSJ wäre ich nie diesen Weg gegangen. Auch während der Ausbildung merke ich immer wieder, wie mir meine praktischen Erfahrungen aus der Zeit helfen.

Portrait lächelnde junge Frau mit Brille, Sommersprossen und roten Haaren

Ich heiße Mareike, bin 20 Jahre alt und habe im letzten Jahr ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Förderschule in Bad Schwartau gemacht.

Zuerst wollte ich erst mal das Jahr nach dem Abitur überbrücken, doch dann stand für mich im Vordergrund, mich sozial zu engagieren. Ich finde den Gedanken, mich für andere einsetzten zu können, sehr wichtig.

Tatsächlich konnte ich das auch in den verschiedensten Bereichen tun, denn mein FSJ an einer Förderschule beinhaltete nicht nur das Offensichtliche, wie Unterstützung im Unterricht. Ich musste/durfte Schulbusse fahren, beim Tischdienst helfen, habe gesungen, gespielt und Quatsch mit den Kindern gemacht. Aber ich hatte auch mit Schüler*innen zu tun, bei denen ich z. B. pflegerische Tätigkeiten übernommen habe und an genau diesen Aufgaben bin ich extrem gewachsen!

Genau deshalb würde ich auch jedem ein FSJ oder BFD empfehlen, denn in diesem Jahr lernst du ganz viel. Über dich und über das Leben. Das klingt natürlich nach großen Reden schwingen, denn auch ich hätte nie gedacht, dass ich in so kurzer Zeit so reifen kann. Doch genau das ist der Fall! Vor allem habe ich gelernt, dass es am wichtigsten ist, glücklich zu sein und das ist momentan die beste Beschreibung für mich, weil ich das bisher schönste Jahr in meinem Leben erleben durfte.

 

Portrait lächelnde junge Frau aus Madagaskar vor Rosenbusch

Ich heiße Lova und ich war für meinen Bundesfreiwilligendienst in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Hier habe ich viele tolle, neue Erfahrungen gemacht. Als BFDlerin musste ich flexibel sein und auch Geduld haben! An meiner Einsatzstelle mochte ich meine Kolleg*innen, die waren ein gutes Team und für mich da, falls ich Hilfe brauchte.

Die Seminare waren toll. Obwohl mein Deutsch nicht so gut war, habe ich viele Personen kennengelernt und auch viel neues gelernt.

Ich empfehle das BFD weiter, weil das auf jeden Fall viel Spaß macht und man bekommt viele Erfahrungen.

Portrait junger Mann lächelnd draußen

Ich heiße Phillip und bin 20 Jahre alt. Ich arbeitete in Neumünster in einer Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung. Anfangs wollte ich den Bundesfreiwilligendienst einfach als Plan B machen, da ich meinen Ausbildungsplatz nicht bekommen habe. Aber das Interesse am BFD wuchs dann relativ schnell und ich war fest entschlossen eines zu machen.

Meine Aufgaben beliefen sich auf Fahrdienste jeglicher Art, einfache Verwaltungstätigkeiten, teilweise Betreuung der Klient*innen und Unterstützung von Bildungsangeboten.

An meiner Einsatzstelle habe ich die Freundlichkeit, den respektvollen Umgang und die Wertschätzung der Mitarbeitenden und Klient*innen mir gegenüber sehr geschätzt. Die Bildungsfahrt nach Dänemark im Juni 2019 war definitiv mein Highlight, da ich dort die Klient*innen und Mitarbeiter*innen nochmal viel besser kennengelernt habe und es einfach eine super Stimmung war. Mein Projekt war es, mit einigen Klient*innen Trampolin springen zu gehen, um Koordination, Ausdauer und individuelle Zielsetzungen zu verbessern.

Die Seminare waren für mich einfach super. Ich habe viele super tolle Menschen kennen gelernt und unglaublich viel Spaß gehabt. Mein Tipp: Auch wenn du keinen Bock darauf hast, lass dich einfach drauf ein. Es lohnt sich!

Ich würde einen Freiwilligendienst empfehlen, weil es eine super Möglichkeit ist, um sich für die Zukunft klar zu werden. Du erhältst viel Wertschätzung für das was du machst. Es macht einfach Spaß sich mal in eine soziale Richtung zu orientieren und etwas wirklich Gutes und unglaublich Wichtiges zu leisten.

Portrait junge Frau mit Sonnenbrille in der Natur

Mein Name ist Rebecca und ich habe meinen Bundesfreiwilligendienst über den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Schleswig–Holstein gemacht. Begonnen habe ich diesen im August 2015, nachdem ich Abitur gemacht habe. Ursprünglich komme ich aus einem Dorf in Hessen und wollte nach dem Abitur mal raus und an die See. Dort bin ich schließlich auch gelandet, irgendwo im nirgendwo, zwischen Flensburg und Kiel. Den BFD habe ich in einem Kinderheim für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren gemacht, was durchaus in manchen Momenten eine Herausforderung darstellte, denn 14 – jährige Jungs lassen sich nur ungern Vorschriften von 18 – jährigen BFDler*innen machen.

Der Hauptgrund für meine Entscheidung einen BFD zu machen, war durch meinen Lebensweg bis dahin gezeichnet und dadurch, dass ich nach dem Abi eine Pause brauchte und etwas Praktisches machen wollte anstatt den lieben langen Tag über Büchern zu hocken. Da ich in und mit der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit in unserem Ort aufgewachsen bin, eine „Ausbildung“ zum Erhalt der Jugendleiterkarte gemacht hatte und selbst in der verbandlichen Arbeit ehrenamtlich tätig war, hatte ich die Idee meinen BFD ebenfalls in diesem Bereich zu machen.

Dadurch, dass ich für den BFD von Zuhause aus und weit weg in eine eigene Wohnung gezogen bin, bin ich in den eineinhalb Jahren (ich habe meinen BFD um 6 Monate verlängert) definitiv selbstständiger geworden. Schließlich gab es niemanden, der für mich eingekauft, den Tag organisiert oder die Wäsche gewaschen hätte. Darüber hinaus habe ich gelernt, mich besser durchzusetzen und bin sicherer in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geworden.

Die Zeit des BFDs hat mich in dem Wunsch bestätigt, im sozialen Bereich arbeiten zu wollen, sodass ich schließlich im Studiengang Soziale Arbeit in Koblenz landete. Ich fand es spannend und interessant meine praktischen Erfahrungen im Verlauf des Studiums mit theoretischem Wissen verknüpfen zu können und natürlich haben mir die Erfahrungen ebenfalls in verschiedenen Praktika weitergeholfen. Nun stehe ich am Ende des Studiums und freue mich, nach der Zeit des Bücherwälzens wieder in die praktische Arbeit zu gehen.

Alles in allem hat mich der BFD in meinem Berufswunsch bestätigt, mich in meiner Persönlichkeit gestärkt, meinen Erfahrungsschatz in verschiedenen Richtungen erweitert sowie mir Freunde fürs Leben geschenkt.

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